Donnerstag, 28. August 2008

ach krass, wusste gar nicht dass man hier auch schrieben kann. till es wird mal wieder zeit für eine berichtserstattung!wie ist das arbeiten?kussis

Dienstag, 26. August 2008

oh scheiße,jetzt steht das hier ganz oben. linda freut sich, dann können alle deine freunde ihr auch mal schreiben :D
hallo tilli
ich hoffe dir gehts gut. ich hab mich hier grad mal angemeldet, nachdem ich studivz und alles andere gelöscht habe :) liebe grüße von der linda.wenn du willst kannst du sie auch mal adden: mailanlinda@gmail.com.
würd mich freuen was von dir zu hören. übrigens war letztes wochenende party bei paulina, ausgerechnet dann wenn du weg bist. wär lustiger gewesen wenn ihr auch wieder da gewesen wärt.der trompetenspieler hat gefehlt wenn du weißt was ich meine. meld dich wenn du zeit hast.
liebe grüße hannah

Die gesamte Peru-Crew

Lima - die eine Seite

Hey zusammen

Nach fast einer Woche Aufenthalt in Peru melde ich mich dann mal bei euch. Bin letzten Freitag gut in Lima angekommen, allerdings zunaechst ohne Gepaeck. Das ist irgendwie in Sao Paulo steckengeblieben. Hat mich aber nicht gross gestoert, hab es dann zum glueck Sonntag wiederbekommen. Ansonsten gefaellt es mir hier sehr gut. Die Stadt Lima finde ich zwar nicht so schoen und das Wetter ist auch noch schlecht, aber umso mehr freue ich mich dann Donnerstag in mein Projekt in Arequipa zu fliegen. Die stadt liegt im Sueden und ist auch relativ gross, und soweit ich weiss scheint da fast immer die Sonne. Peru an sich gefaellt mir aber auf jeden Fall super gut. Die Leute hier sind super nett und ich komme auch immer besser ins Spanisch rein sodass ich mich schon ganz gut unterhalten kann. Denke das wird mir den Anfang im Projekt auch deutlich vereinfachen. Bis ich fliege bin ich hier noch mit den anderen Freiweilligen in einem Hostel untergebracht das auch ziemlich cool ist. Viele junge Leute hier aus aller Welt mit denen man dann abends im nahegelegenen Party und Touriviertel viel machen kann. Sind allerdings auch meistens relativ muede vom Tagesprogramm. Laufen momentan noch vom einen Vortrag zum naechsten. Morgen gehts dann aber auf eine Alternative Stadttour durch die ARmenviertel von Lima. Denke das wird ganz interessant mal die andere Seite zu sehen. Denke jetzt auch schon gar nicht mehr so viel an euch hehe! Machts gut in Deutschland, melde mich dann nochmal wenn ich in meinem Projekt angekommen bin und einen ersten Eindruck bekommen habe. Hauter rein und bis dann, Till

Lima - die andere Seite
Endlich ist es soweit. Nach knapp einer Woche Lima sind Steffen (ein anderer Freiwilliger der fuer 2 Wochen hier bleibt) und Ich in Arequipa angekommen.
Wir wurden am Flughafen von Rikke abgeholt, einer Daenin die hier im Projekt fuer die Freiwilligen zustaendig ist und als Psychologin arbeitet. Der erste Eindruck war schon mal super, die Sonne knallte und die Aussicht auf die Berge war genial. Auch die Nachricht dass Arequipa einen Tag spaeter seinen 468. Geburtstag hatte hoerte sich gut an, da das ganze Wochenende viel Programm und Party angesagt war.
Mit Rikke fuhren wir dann zunaechst ins Heim um ein paar Sachen zu klaeren und um alles kennenzulernen, vor allem natuerlich die Kinder. Wir wurden auch sehr herzlich begruesst und wie man sich bei 17 kleinen Kindern (4-12 Jahre) vorstellen kann endete das Mittagessen im Chaos.
Bald darauf lernten wir Nora kennen, eine andere Deutsche Freiwillige im Projekt die jedoch schon am 23. schon wieder fliegt, ich bin also ihr Nachfolger. Sie brachte uns zunaechst in unser Hostel wo wir fuer die naechsten 2 Wochen untergebracht sind. In der Zwischenzeit suche ich mir dann hier entweder eine schoene Wohnung/Zimmer oder eine Gastfamilie, das kann ich mir aussuchen.
Mit Nora und ein paar Freunden ging es dann Abends auch direkt auf die Partymeile von Arequipa, wir wurden hier also super aufgenommen.
Am naechsten morgen wurde erst mal ein bisschen die Innenstadt erkundet. Nachmittags trafen wir uns dann aber wieder mit den Leuten vom Vorabend um uns einen Umzug, aehnlich wie der Karneval in Koelle (ausser dass anstatt Kamelle rufen getanzt wurde) anzugucken. Nach 2 stunden intensiven Betrinkens und Zuguckens mischten wir uns einfach unter die Tanzgruppen und liefen den Rest des Zuges mit, sehr zur Freude der Massen an der Seite. Schlussendlich landeten wir sogar im Fernsehen.
Auch am Samstag war wieder Party angesagt auf einem grossen Open Air Konzert mit 3 mexikanischen Bands. Sonntag war dann also eher ruhig und wir liessen die Feierlichkeiten auf einer Art Messe ausklingen.
Montag war dann mein erster Arbeitstag. Einerseits aufgeregt, andererseits aber auch froh dass es endlich losgehen konnte. Und die ersten Erfahrungen bestaetigten sich. Eigentlich alle meine Mitarbeiter sind super nett und auch die Kinder machen richtig Spass. Die ersten 1-2 Wochen lerne ich jedoch erst mal alles kennen und gucke in alle Bereiche der Arbeit rein. Mein Hauptarbeitsfeld wird aber die Freizeitgestaltung und Hausaufgabenbetreuung sein. Ist mit den ziemlich lebendigen Kindern gar nicht so einfach und soll wohl auch schon mal recht anstrengend werden, aber dafuer hab ich dann ja meine Psychologin vor Ort.
Meine Arbeitszeiten sind meistens von 14-20 Uhr. Heisst lange Auschlafen, Abends trotzdem muede sein und trotzdem wieder weggehen. Gleich gehts zum Deutschen Stammtisch in Arequipa. Der ist immer Dienstags und da muessen wir dann ja auch mal Hallo sagen.
Das wars dann auch wieder, mehr Infos gibts in den naechsten Tagen-Wochen.
Wer sich das Projekt schon mal genauer angucken will kann bei Google einfach mal nach "Casa Verde Arequipa" suchen, da erfaehrt man recht viel, auch auf Deutsch.
Gruesse, Till


endlich Arequipa!!!


Chachani

Vulkan Misti

Party auf den Strassen Arequipas

Partz mit dem Grossteil meiner Kolleginnen


mein neuer Arbeitsplatz

¡Hola! ¿ Que tal?

Nach jetzt 5 Wochen Aufenthalt in peru finde ich nochmal Zeit um euch mit den neuesten Infos zu versorgen!! Ist auf jeden Fall viel passiert in letzter Zeit und muss jetzt erst mal ueberlegen wo ich anfangen soll.
Auf meiner Arbeit ist mittlerweile der Alltag eingetreten. Muss sogar schon relativ viel arbeiten dafuer dass ich erst zu kurz da bin. Man merkt halt, dass das Projekt sehr angewiesen ist auf die Freiwilligen. Macht mir aber trotzdem sehr viel Spass mit den Kindern zu arbeiten und auch mit den Kollegen verstehe ich mich sehr gut, ist ne ziemlich coole Truppe.
Mein Arbeitstag sieht meistens so aus dass ich um 2 anfange mit einer Besprechung was die Aufgaben des Tages angeht. Um 3 kommen dann die Kinder aus der Schule, dann wird Mittaggegessen und danach so Sachen erledigt wie Abwasch, Zaehne putzen und Waesche waschen. Von 4-6 sollen die Kinder dann Hausaufgaben machen, sind aber manchmal frueher fertig und danach haben die dann Freizeit, da wird dann also mit denen gespielt. Dann gibts um 7 noch Abendessen und dann mit Schlafanzug anziehen usw. ist mein Tag dann auch meistens schon vorbei. Ab und zu muss man nochmal ueberstunden einlegen weil ein Kind nicht fertig geworden ist mit den Hausaufgaben oder so, kommt aber nicht so haeufig vor. Muss aber auch haeufig so hausmeister aufgaben machen, find ich aber ziemlich cool, ist immer nochmal was anderes als immer mit den Kindern zu arbeiten. Die sind zwar super lieb und lustig drauf aber koennen auch ziemlich anstrengend sein sodass man dann abends eigentlich immer ziemlich k.o. ist. Die Partyzeit ist also fuers erste auch aufs Wochenende verlegt, unter der Woche wird dann eher mal was trinken/essen gegangen oder ein Film geguckt.



Nora und Kathi die anderen Freiwilligen

Umzug

Die Filme gucke ich jetzt mittlerweile bei eine Gastfamilie. Bin vor 2 Wochen umgezogen aus dem Hostel und bin super zufrieden hier. Bin hier ueber die letzte Freiwillige drangekommen und hab jetzt das Zimmer von einem Gastbruder. Insgesamt wohnen wir hier zu 9 plus ein Kleinkind. Da sind zum einen die beiden Gasteltern Leo und Paco, ein Gastbruder Edu (30 Jahre), Aldo (27) und eine Gastschwester Milli (23) mit ihrem Sohn Matthias. Dann gibt es noch eine Tante die allerdings nur sehr selten auftaucht und 2 andere Deutsche die hier noch wohnen. Eine von denen ist auch meine kollegin fuer das naechste halbe Jahr und die ist echt super nett, wird also eine lustige Zeit glaub ich. Die andere Deutsche ist nur noch bis ende September hier, wohnt allerdings auch in einem kleinen Zimmer auf dem Dach des Hauses. Da gibts auch eine super Terrasse mit nem geilen Ueberblick ueber die Stadt und mit Blick auf Chachani und Misti. Mein Zimmer ist auch ganz cool, wird aber bald noch veraendert. Aldo studiert Innenarchitektur und mit dem setz ich mich dann bald mal dran. Fuehle mich hier also schon ziemlich wohl, ist schon wie ein zweites zuhause. Die Eltern sind allerdings grade auf Europatour und besuchen einen Sohn in London. Haben also im Moment also sturmfrei und leben mehr wie ne WG, ist aber auch ziemlich cool so.


Nora mit meinen Gasteltern

Gastschwester Milli mit ihrem Sohn Matthias

Gastbruder Aldo

grosser Haufen zu Hause

meine Strasse

Mein Haus

Der Eingang

Wohnzimmer

Esszimmer

Kueche

Treppe hoch

Terrasse

mein Zimmer

Micha, Luki und Colca

Zur Zeit des Umzugs hatte ich dann auch erfreulichen Besuch hier in Arequipa. Luki und Micha (fuer die die sie nicht kennen, 2 Freunde aus Koelle) die die letzten 4 Monate auf Suedamerikareise waren sind hier fuer 4 Tage vorbeigekommen. War richtig cool mal wieder mit ein paar Koelnern reden zu koennen. Auch wenn die Deutschen hier alle sehr nett sind, gegen son paar Koelner kommen die dann doch nicht an. Sind dann abends zusammen weggegangen und ich hab ihnen ein bisschen Arequipa gezeigt. Hatte allerdings leider auch nicht so viel Zeit weil ich nebenbei arbeiten musste und meinen Umzug planen musste. Hab aber zum Glueck Sonntags noch Zeit gefunden um was zu unternehmen. Haben spontan einen Trip mit 2 Franzosen zum Colca Canyon gemacht. Ist hier relativ in der Naehe, ca. 3einhalb stunden, und ist der zweittiefste Canyon der Welt. Obendrein gabs dann noch einen Condor zu sehen, son fetter Vogel. War echt beeindruckend und ein ziemlich lustiger Trip weil das franzoesische Paerchen auch ziemlich cool drauf war. Das ganze ging auch urspruenglich von denen aus. Die hatten sich einen fettten Truck gemietet fuer den Tag und suchten nocht Leute die mitwollten und auch um den Preis aufteilen zu koennen. War dann zwar viel Fahrerei fuer anderthalb Stunden Aufenthalt aber hat sich trotzdem auf jeden Fall gelohnt. Sonntag abends ging dann aber auch der Bus von Luki und Micha zu ihrer naechsten Station.


Colca Canyon

colca canyon

Luki und Micha zu Besuch

endlich Strand!!!!

Steffen war seit Samstag auch schon weg zu seinem Projekt nach Tacna, bin also seitdem wieder der einzige Weltwaerts Freiwillige vor Ort. Hier lernt man aber super schnell neue Leute kennen, die sind alle voll nett und offen und mit ein paar Spanischkenntnissen faellt es einem dann nochmals leichter.
Naechstes Wochenende war dann auch direkt der naechste Ausflug. Diesmal mit einem Schweizer, einer Italienerin und 2 Peruanern. Einer von den beiden ist der Bruder von dem Freund von der anderen deutschen Mitbewohnerin hier, bin also irgendwie ueber viele Ecken darangekommen. Ging dann hier Samstag morgens um halb 6 los Richtung Ilo, eine Kleinstadt im Sueden mit nem Fischereihafen, also ein Ausflug zum Strand. Konnte mir dann zum Glueck auch noch den Sonntag frei nehmen damit ich nich abends schon wieder abreisen musste. Nach 5 Stunden Busfahrt sind wir dann erst mal ein bisschen rumgelaufen und haben uns mit einem Bekannten von den peruanern getroffen. Haben dann unsere sachen bei ihm abgegen damit wir die nicht die ganze Zeit mitschleppen mussten. Sind dann erst mal an den Strand. War allerdings nicht so wie ich mir einen Trip zum Strand vorgestellt haette. Anders als in Arequipa kein schoenes Wetter, ziemlicher Wind und das Wasser war auch arschkalt. Da die Wellen aber dafuer ziemlich gut waren und wir 3 Bodyboards mithatten war uns das eigentlich ziemlich egal. Hatten zum Glueck auch Neoprenanzuege mit, sonst waers mit der Kaelte echt schwierig geworden. Das Wasser war vll so 12, 13 Grad warm. Mit den Anzuegen konnte man es aber gut aushalten. Waren dann also Samstag und Sonntag die meiste Zeit am Strand. Samstag konnten wir dann zum Glueck bei dem Bekannten unterkommen, der hatte ein ganzes Haus fuer sich und genug Platz, im Zelt waers wahrscheinlich eher frisch geworden. Haben uns dann da noch nen netten Abend gemacht, sind aber auch frueh pennen gegangen weil wir ziemlich am Arsch waren vom Tag. Sonntag abend gings fuer mich dann auch wieder nach Hause. Musste Montag leider wieder arbeiten, fuer die anderen ging es noch weiter an einen anderen Strand.

Ilo

Strand von Ilo
Die letzte Woche war dann relativ turbulent. Es gab so einen Zwischenfall bei der Arbeit und deswegen musste ein Betreuer entlassen werden, der eigentlich von allen und besonders von den Jugendlichen sehr geschaetzt wurde. Deswegen warn alle ein bisschen aufgewuehlt und ich wurde auch ein bisschen mehr bei den Jugendlichen eingesetzt. Mit den ist es aber auch ziemlich cool zu arbeiten, sind halt schon was reifer auch wenn die grad in der Pubertaet sind, aber dann kann man auch mal was mehr mit denen reden.
Gestern war ich dann wieder mal hier in Arequipa weg nach langer Zeit, 2 Wochen schon!! Wollten heute eigentlich entweder Rafting machen oder eine Mountainbiketour, im Moment sieht es aber eher nach nichts dergleichen aus. Werde dann glaub ich mal mein Zimmer zu Ende gestalten oder was einkaufen gehen. Heute abend um 6 wird hier dann auch FC-Bayern uebertragen.
Da die aber leider 3:0 verloren haben weiss ich nicht ob ich mir das antue das zu gucken. Mal gucken was noch so aus dem Tag wird.
Melde mich dann in den naechsten Wochen nochmal.

Neuigkeiten 07.11.

So, jetzt ist es mittlerweile ziemlich lange her, dass ich das letzte mal geschrieben hab und es ist auch recht viel passiert.

Eine Woche nach meinem Ausflug zum Strand kam Nathalie, eine andere Weltwaerts-Freiwillige fuer 2 Wochen zu Besuch. Sie hat hier einen Sprachkurs gemacht und solange bei meiner Familie gewohnt. War ne ziemlich lustige Zeit, hatten aber irgendwie mehr Plaene als wir schlussendlich umsetzen konnte. Wollten eigentlich auf den Chachani und Raften und Reiten, hab ich aber alles irgendwie nicht unterbekommen.

Dafuer hatte ich meinen ersten Besuch im Fussballstadion von Arequipa. Hatte ja gehofft, dass das mein Ersatzverein fuer die Zeit hier wird. War mit Julia, ihrem Freund, Aldo und noch einem Bekannten da. Der Fussball war allerdings so grottig, dass ich mir doch lieber ein anderes Hobby suche. Haben zudem auch noch verloren, also gar nicht schoen. War aber trotzdem ein sehr lustiges Erlebnis, obwohl Aldo und ich nur ca. 3 Stunden geschlafen hatten und wahrscheinlich immer noch betrunken waren weil wir am Abend zuvor mit Nathalie weg waren und das Spiel hier schon um 10 Uhr morgens anfing. Aber vielleicht hatten wir auch gerade deswegen unseren Spass.


Die Ultras von Melgar!!

neue Hobbys

Die Woche darauf war dann eher nicht so toll. Zuerst wurden mir 50€ geklaut und dann viel mir auch noch auf, dass ich mein Handy verloren hatte. War also erst mal ein bisschen schlechte Laune angesagt, hab ich dann aber zum Glueck schnell wieder vergessen. Bin seitdem auch oefters ins „Kebap“ gegangen, eins von 2 Lokalen von meinem Gastonkel. Das eine ist eine Disco im Zentrum und das Kepab eine Art Bar/Restaurant. Aldo arbeitet da als Barkeeper und dann hab ich mich einfach auch mal hinter die Theke gestellt und seitdem helfe ich dort auch ab und zu aus und lerne nebenbei Cocktailmixen.Aldo will mir jetzt auch noch beibringen wie ich mit den Flaschen spiele und die durch die Gegend werfe damit das ganze noch cooler rueberkommt, aber dafuer bin ich dann glaub ich wieder zu verplant. Ging das erste mal zumindest ordentlich daneben.

Tagsueber vertreibe ich mir meine Zeit jetzt mit einer Cajon, ein Musikinstrument das urspruenglich aus Peru kommt, so ne art Percussion, klingt ganz cool und ne ganz gute Ergaenzung zum Schlagzeug. Brauche jetzt nur noch nen geeigneten Lehrer. Neuerdings lerne ich mit ner Studienfreundin von Aldo aber ich glaub auf Dauer is das nix, aber in der Musikschule wollen die einem das auch irgendwie nicht beibringen, deswegen mach ich mich hauptsaechlich erst mal alleine dran.

neuer Besuch

Eine Woche nachdem Nathalie weg war kam dann auch Steffen nochmal zu Besuch, sollte hier ein bisschen arbeiten und hat dann auch hier zu Hause gewohnt. Kathi, eine von den beiden Deutschen, ist seit einer Woche auch ausgezogen und zu ihrem Patenonkel der hier in Arequipa wohnt gezogen, deswegen war hier praktischerweise ein Zimmer frei. Am gleichen Wochenende kamen ueberraschenderweise zwei weitere unserer Weltwaertscrew (Phil und Caro) aus Lima nach Arequipa, waren mit ner Gruppe unterwegs. War also ziemlich cool, kleines Weltwaertstreffen hier. Die sind aber Montagmorgen leider schon wieder weitergezogen. Steffen blieb dagegen noch ne Woche, dann gings aber auch wieder zurueck.

Die Woche in der Steffen da war hatten die Kinder auch Ferien. War also mal ein bisschen Abwechslung und es gab sogar richtig viel Programm. Einen Tag gings ins Schwimmbad, nen anderen in nen Sportpark, dann wurden Filme geguckt, ein Ausflug aufs Land und einmal in die Sauna. War echt ne lustige Woche.


Leben geht weider

Am naechsten Wochenende, glaub das war der 11. Oktober, war dann hier fette Abschiedsparty fuer Julia, die andere Deutsche die hier gewohnt hat. Fuer sie gings endgueltig nach Deutschland zurueck, u.a. wegen Examensarbeit. Aber mal schauen wie lang es dauert bis sie wiederkommt, die war immerhin schon dreimal hier. Die Party war bei ihrem Freund zu Hause, mit 3 Livebands und Getraenkeverkauf usw, war schon ordentlich voll die Huette.

Am Sonntag kamen dann auch meine Gasteltern aus England zurueck. Da war hier grosse Aufregung im Haus, war das erste mal, dass die Eltern so lange weg waren. Da sind wir doch schon anderes gewoehnt. Dann wurde erstmal viel erzaehlt und Fotos geguckt und gegessen und dann gings fuer alle auch schon wieder ins Bett. Nach einem Monat quasi Selbstversorgung gibts also endlich wieder jeden Tag was zu essen, hat also doch seine Vorteile mit 30 Jahren noch bei seinen Eltern zu wohnen!!

Ausflug nach Cusco

Drei Wochen spaeter gings dann Donnerstags zu Wibke nach Cusco. Hatten den Trip schon laenger geplant. Sollte u.a. hoch zum Machu Pichu gehen, so alte Inka Ruinen die lange unentdeckt waren und deswegen noch krass gut erhalten sind.

Als ich aber Donnerstagmittags das Busticket kaufen wollte hiess es auf einmal es gebe einen Streik auf der Strecke. Die meisten Busfirmen fuhren deswegen gar nicht erst, schlussendlich habe ich aber doch noch eine gefunden. Was genau bei nem Streik passieren wuerde konnte oder wollte mir keiner so richtig sagen. Es hiess dass man vielleicht 3-4 Stunden warten muesste bevor man durchgelassen werden wuerde. Da ich aber unbedingt fahren wollte und der Trip ja auch schon gebucht war bin ich dann einfach gefahren.

Ungefaehr um halb 5 morgens wurde der Bus dann an der Strasse angehalten, an der Seite standen schon ein Haufen anderer Busse und ueberall liefen Leute rum. Uns wurde gesagt dass es keinen Durchgang gebe und dass der Bus zurueck nach Arequipa fahren wuerde. Wir hatten also die Wahl wieder zurueck zu fahren, zu warten oder zu Fuss loszugehen. Weil ich anscheinend etwas hilflos aussah wurd ich dann von nem Schueler aus Lima angesprochen ob ich mit ihm und seiner Klasse mitgehen wollte. Die waren quasi auf Klassenfahrt durch Peru. Hab mich denen dann natuerlich sofort angeschlossen. Und als dann die Sonne aufging und ich das Ausmass des Spektakels sah, ungefaehr 50-100 Busse und LKWs die teilweise schon seit 2 Tagen da warteten, fand ich dann doch meinen Spass an der Sache, sowas hat man ja auch nich alle Tage. Sind dann also zu ca. 30 Mann losgezogen, mit dabei waren noch 2 Lehrer und 4 Muetter. Ich hatte noch relativ Glueck mit meinem Gepaeck, hatte ja nur nen Rucksack fuer die paar Tage mit, aber die Maedchen der Gruppe hatten teilweise ziemlich fette Koffer dabei. Aber als starker Mann hab ich denen natuerlich allen geholfen...

Anfangs hiess es auch noch wir muessten nur bis zum Ende des Dorfes laufen und da wuerden dann andere Busse warten die uns nach Cusco bringen wuerden. Am Ende des Dorfs waren aber weit und breit keine Busse zu sehen, also sind wir dann immer weiter gegangen bis zum naechsten Dorf, und zum naechsten und so weiter. Schlussendlich waren wir 8 Stunden unterwegs!!! Damit hatte aber wahrscheinlich auch keiner gerechnet. Zwischendurch konnten wir zwar mal ein Taxi nehmen, die aber meistens erstens ziemlich ueberteuert waren und zweitens lebten die auch relativ gefaehrlich. Die galten naemlich quasi als Streikbrecher und wenn sie mal erwischt wurden hatten sie ganz schnell keine Luft mehr in den Reifen, das hat die dann auch nicht wirklich gluecklich gemacht.


Die Strassensperre

Ungefaehr gegen 17 Uhr kam ich dann in Cusco an wo Wibke mich schon erwartete. Hab mich dann von der Klasse verabschiedet und wir sind erst mal ins Hostel um was zu essen und anzukommen. Abends sind wir dann noch mit ein paar anderen Freiwilligen weggegangen, allerdings nicht so lange da ich ziemlich am arsch war und wir am naechsten morgen auch frueh los mussten. Um halb 9 fuhr unser Bus, der uns zunaechst zu anderen Inka Ruinen in Pisaq und danach nach Ollantaytambo gefahren hat. Das war auch schon ziemlich interessant.

Von Ollantaytambo fuhr dann abends unser Zug nach Aguas Calientes, dem Ort von wo aus man hoch zum Machu Pichu faehrt. Da uns der Bus aber schon 3 Stunden vorher abgesetzt hat hatten wir da noch relativ Zeit, die wir eigentlich relativ sinnlos genutzt haben. Zum einen haben wir nach Nutella gesucht um unsere nich so leckeren Cracker schmackhaft zu machen, war aber leider nicht erfolgreich. Dann sind wir noch ein bisschen durch die Gassen gelaufen, und haben einen Esel gefunden, uiii. Naja immerhin schon mal ein kleiner Erfolg. Noch viel besser waren jedoch die Muetzen die wir dann in einem Shop gefunden haben. Ein bisschen klein, aber doch sehr stilvoll und bestimmt auch waermend wenn mans denn brauch. Dann blieb noch eine aeltere Frau vor uns stehen und hat uns einfach ausgelacht. Ich weiss immer noch nicht warum, naja, wir mussten auf jeden fall auch ziemlich lachen was sie noch mehr angestiftet hat zu lachen. Aber irgendwann wurden wir dann auch von ihr in Ruhe gelassen. Kurz darauf fing es aber an zu regnen und der Strom viel aus. Hatten uns zwar in ein Restaurant retten koennen, sassen da aber ziemlich alleine rum im Dunkeln.

Im Zug ham wir dann die meiste Zeit gepennt, und als wir dann so gegen 9 Uhr in Aguas Calientes ankamen und empfangen wurden stellen wir fest, dass es auch hier keinen Strom gab, fanden wir dann schon ein bisschen komisch. Aber da wir eh nicht mehr viel vor hatten war das eigentlich auch egal. Haben dann nur noch auf unseren Guide gewartet damit er uns fuer den naechsten Tag einweisen wuerde und dann sind wir auch ins Bett.


alte Inka Strasse

Am naechsten Tag wollten wir eigentlich schon um 4 Uhr morgens hoch und laufen, dachten aber es wuerde regnen und waren auch ein bisschen faul, deswegen haben wir dann doch den bus um halb 6 genommen.

Vorteil des Frueh Aufstehens war zum einen, dass wir vor den ganzen Touristengruppen aus Cusco oben sein wuerden und zweitens dass wir uns ein „Eintrittsticket“ fuer den Berg Wayna Pichu sichern konnten, da duerfen am Tag nur 400 Leute hoch. Man kann eigentlich nur sagen dass der ganze Tag richtig beeindruckend war, so durch die Ruinen zu laufen und spaeter noch der Ausblick oben vom Berg.

So gegen halb 4 sind wir dann wieder runter, zum einen hatten wir hunger und zum anderen wollten wir auch noch in die heissen Quellen. Find dann aber leider auf dem Weg dahin an zu regnen und zu gewittern, sodass wir dann nur ziemlich kurz drin waren.

Abends war mal wieder kein Strom im Hotel sodass wir ausser frueh schlafen nicht mehr wirklich viel machen konnten.






Den letzten Tag in Cusco haben wir dann zum einen damit verbracht uns ueber den Streik zu informieren, hatte keine grosse Lust nochmal die 8 Stunden in entgegengesetzter Richtung zu laufen. Es hiess dann aber, dass die Busse einen Umweg nehmen wuerden, der aber sicher sei. Die Busse fuhren also wieder relativ normal.

Waren dann noch in dem Restaurant von Wibkes Projekt essen und haben uns danach noch das Projekt selbst angeguckt. Sah recht aehnlich aus wie meins, dient halt aber nur als schule und nicht als Heim.

Dann zum Abschied noch bei Mc´s vorbeigehuscht, den gibts bei mir naemlich nicht hm, und dann gings auch schon wieder los. Die Reise war dann aber doch nicht so unproblematisch wie zunaechst erhofft. Kamen auf einmal an eine Bruecke die ein bisschen zu klein war, und der Bus passte einfach nich durch. Die hams zwar noch versucht aber ausser fetten Dellen haben die glaub ich damit nicht viel erreicht. Also mussten wir noch nen anderen Weg nehmen, war also wieder fast 20 Stunden unterwegs.

Jetzt bin ich also wieder zu Hause, hier hat sicher aber auch einiges veraendert. Seit einer Woche hab ich einen neuen Arbeitsplan, der vorsieht dass ich 7 Tage die Woche arbeite und davon 5mal Nachtschicht. Scheint wohl, dass die momentan ein bisschen knapp bei Kasse sind deswegen muessen die Freiwilligen jetzt ueberall aushelfen. Aber soll erst mal nur bis Januar sein, bin aber trotzdem nicht so ganz gluecklich damit.

Hab mich dann meinem Frust hingegeben und erst mal 2 Tage ziemlich viel gefeiert. Freitag wurde hier Halloween gefeiert, hat mich aber mehr an Karneval erinnert, weil die meisten Kostueme nichts mit Halloween zu tun hatten. Ich bin zum Beispiel mit meinem Gastbruder und noch zwei anderen Freunden als Roemer gegangen. War aber auf jeden Fall lustig, und da ich jetzt fast jeden Tag Nachtschicht machen muss komm ich abends eh erstmal fuer laengere Zeit nicht mehr raus.

Ansonsten ist aber alles super hier, hoffe euch gehts gut. Ich meld mich wieder!!


Paúl, ich, Lucas und Aldo